Ein Tagestrip nach Appenzell und die wahrscheinlich größte Überraschung

29 März 2021
© Nina Gebhart
von Nina Gebhart, Bodensee Entdeckerin
Ich glaube, ich hatte bisher kein schöneres Frühstück gehabt, mit einer Aussicht wie auf einer Postkarte.

Im August 2020 entdeckte mein Vater die Bodensee Card PLUS im Internet. Da unser Florida Urlaub dank Corona ins Wasser fiel schaute er sich nach den heimischen Sehenswürdigkeiten um...wir hatten keine andere Wahl. Aber zugegeben befinden sich doch manchmal die schönsten Ausflugsziele direkt vor der Nase. Wir beschlossen eine Tagestour zum Säntis, in die Schweiz, zu machen. Meine Eltern hatten mir bereits von ihrem letzten Trip auf den Berg berichtet und es war zwar nicht das Disneyland in Orlando oder der Miami Beach - ich bin ja eher ein Meer-Mädchen - aber so einen 2500 Meter hohen Berg hätte man doch schon einmal sehen wollen.

So fuhren wir an einem Dienstag im August mit großem Vesper, unseren drei Bodensee Card PLUS, einem Fernglas und einem frohen Lächeln auf den Lippen ab nach Appenzell. Da es mein erster Trip zum Säntis war, war ich natürlich am meisten aufgeregt. Nun ja, meine Mutter auch, als sie an die Gondelfahrt dachte.

Die Fahrt zum Säntis allein war schon eine tolle Erfahrung, wer liebt nicht die Schweiz mit ihren Hügeln, saftig-grünen Wiesen und den Kühen, die man bei jedem Schritt durch ihr lautes Gebimmel hört. Am Parkplatz angekommen, ging es für uns gleich zur Gondel. Durch unsere Bodensee Card PLUS ersparten wir uns das lange Anstehen am Ticketschalter und „flitzten“ mal eben so durch. Durch unsere Cards sparten wir zudem die 49€ Berg- und Talfahrt pro Person. Die 10-minütige Gondelfahrt war auf jeden Fall ein Highlight, und wenn man einige hunderte Meter in der Luft schwebt, erfährt man definitiv einen leichten Nervenkitzel mit atemberaubender Aussicht.

© Nina Gebhart
Vesperpäuschen auf dem Säntis © Nina Gebhart
Tagesausflug mit der BCP | © Nina Gebhart
Tagesausflug mit der BCP © Nina Gebhart
© Nina Gebhart
Aussichtsplattform des Säntis © Nina Gebhart

Am Berg oben angekommen, kam uns zuerst die kühle, erfrischende Alpenluft entgegen. Wir machten uns auf zur höchsten Aussichtsplattform und ich war hin und weg von dem Panorama, das mich erwartete. Überall um uns herum waren Berge und von allen Seiten her sah man Wanderer, die wie klitzekleine Punkte erschienen.

 „Hat Gott diese Welt nicht wunderbar gemacht“ war der Satz, der mir immer wieder durch den Kopf ging. Nach einigen Schnappschüssen suchten wir uns einen Ort zum Frühstücken. Ich glaube, ich hatte bisher kein schöneres Frühstück gehabt. Ein Frühstück mit einer Aussicht wie auf einer Postkarte. Gleich neben uns flogen die Alpendohlen auf und ab und entdeckten dabei unser Frühstück. Hin und Wieder wurden wir schwach und gaben den rabenähnlichen Vögeln auch ein Stück von unseren Bretzeln ab. Nach einigen Stunden auf dem Säntis, beschlossen wir mit der Gondel, zurück ins Tal zu fahren. Wir machten jedoch noch einen kurzen Abstecher zu den Erlebniswelten. Hier gibt es tatsächlich viele interessante Stationen zu entdecken und jeder, von Groß bis Klein, kann hier so einiges über den höchsten Berg im Alpstein lernen.

Nach unserem Abstecher fuhren wir gemeinsam wieder ins Tal und machten uns auf zu unserer nächsten Station: Den Hohen Kasten.
„Was ist denn der Hohe Kasten?“ mögen sich jetzt vielleicht einige fragen, zugegeben, das fragten wir uns alle, als wir den Namen zum ersten Mal hörten. Nun ja, der Hohe Kasten ist ebenfalls ein Berg, der 40 Minuten mit dem Auto vom Säntis entfernt liegt und meiner Meinung nach hat er viel zu wenig Aufmerksamkeit über die Jahre bekommen, warum? Sehen Sie sich am besten die Bilder an.

Die Gondelfahrt war auch hier wieder in der Bodensee Card PLUS enthalten und um ehrlich zu sein, war das ein Stück weit der Grund dafür, dass wir uns den Berg genauer angesehen hatten.
Die Gondelfahrt ging hier nur ca. sieben Minuten, kein Wunder, denn der Berg ist im Gegensatz zum Säntis „nur“ ca. 1800 Meter hoch. Die Fahrt war hier ganz anders als auf den Säntis. Wir waren umgeben von Tannen und Wiesen während wir auf der Fahrt zum Säntis viel Felsen und Gestein sahen. Beides beeindruckend auf ihre Weise.

Die Gondel war viel kleiner und wir hatten einen schweizerischen Begleiter, der uns ein paar Informationen auf ziemlich starkem schweizerdeutschem Dialekt zu dem Berg erzählen konnte. Zugegeben fiel es mir schwer alle Informationen zu verstehen, obwohl ich schweizerdeutsch eigentlich bis jetzt immer ganz gut verstanden hatte. Aber genau das machte es alles sehr authentisch. Man hatte das Gefühl, dass hier die Zeit stillstand und man der Touristenansammlung entwischt war.

Nachdem wir oben am Berg angekommen waren, erkundeten wir die Landschaft und wieder waren wir begeistert vom Panorama. Natürlich gab es hier viel mehr Vegetation als es am 700m höheren Säntis zu betrachten gab. Wir hatten perfektes Wetter und ziemlich klare Sicht. Über den Tälern flogen Paragleiter und der Sämtisersee zeigte sich in seiner vollen Pracht. Die kleinen Wiesenwege hatten es mir besonders angetan, da sie zu einem herrlichen Aussichtspunkt führten, an dem wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten und einen Snack zu uns nahmen. Von hier aus sah man nicht nur auf die gegenüberliegenden Berge, sondern auch auf den Rhein, einfach herrlich. Der Hohe Kasten war wohl unser aller Highlight und die wahrscheinlich größte Überraschung für uns drei. Ein uns unbekannter Berg mit komischem Namen konnte uns so begeistern. Es war, als ob wir einen verborgenen Schatz gefunden hatten. Nachdem wir den Hohen Kasten erkundet und ein paar Schnappschüsse gemacht hatten, beendeten wir unsere Tour auf dem Hohen Kasten mit einem kühlen Glas Holunder-Limonade von der kleinen Gaststätte. Danach machten wir uns mit der Gondel auf den Weg zurück ins Tal. Auf dem Weg zurück machten wir noch so einige komische Masken- Selfies, die ich wohl eines Tages meinen Kindern zeigen werde und auf deren Fragen, warum man denn damals Masken in einer Gondel tragen musste antworten werde. In der Heimat angekommen beendeten wir den Tag mit einem leckeren Essen in der Gaststätte Adler in Aulfingen.

2020 wird wahrscheinlich für alle ein unvergessliches Jahr, meist im negativen Sinne, aber viel mehr bleiben mir diese positiven Erlebnisse im Gedächtnis, die ich mit meiner Familie erleben durfte. Beide Berg-Erlebnisse waren eine absolute Bereicherung und ich möchte diesen Tag nicht missen müssen.

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